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„Wir können die Flüchtlingspolitik durch die ehrenamtliche Arbeit wirksam unterstützen und zum Erfolg bringen.“

Heidi Kröger

Ehrenamtliche im Projekt Menschen stärken Menschen –

Patenschaften für Flüchtlinge und im Sprachcafé

des Mittelhof e.V.

Als 2015 die Geflüchteten auch nach Zehlendorf kamen, gehörte Heidi Kröger zu jenen, die sofort aktiv wurden. „Die Nachrichten machten mich betroffen. Zwei Straßen weiter eröffnete eine Gemeinschaftsunterkunft mit 350 Menschen“, erzählt sie. „Ich bin hingegangen und habe Menschen getroffen, über die ich sonst nur in der Zeitung las. Ich war froh, dass ich etwas tun konnte“, sagt sie.

 

Bis heute begleitet sie als ehrenamtliche Patin geflüchtete Menschen beim Ankommen in Berlin. Immer wieder geht es ihr dabei auch darum, Menschen zusammen zu bringen. So hat sie ein Malprojekt organisiert, in dem Geflüchtete der Nachbarschaft ihre Bilder zeigen konnten. Im Patenschaftsprojekt und im Sprachcafé des Mittelhof e.V. organisiert sie kostenlose Karten für Museen, Konzerte oder den Botanischen Garten – für Geflüchtete und Menschen aus der Nachbarschaft. Auch vermittelte sie Praktikumsstellen oder Arbeitsplätze bei ihrem Elektriker, Lieblingsrestaurant oder in der Kita ihrer Enkelin.

 

Es sind viele persönliche Schicksale, die Heidi Kröger kennengelernt hat. Einen Mann aus dem Irak kennt und unterstützt sie seit fünf Jahren. „Es hat sehr lange gedauert bis wir es geschafft haben, aber als im März das Flugzeug mit seiner Familie in Berlin landete und der Familienvater nach Jahren Frau und Kinder wiedersah, war das für mich ein besonderer Moment“, sagt Heidi Kröger.

 

Die Motivation für ihr Ehrenamt hat einen politische und einen persönlichen Ursprung. „Wann würde ich in unserer Gesellschaft noch so viele junge Menschen kennenlernen?“, fragt die 75-Jährige. Doch auch das hat für sie Gewicht: „Ich finde, dass wir die Flüchtlingspolitik durch die ehrenamtliche Arbeit wirksam zum Erfolg bringen können“.

Aus der Erfahrung ihrer intensiven Arbeit mit den Geflüchteten wünscht sich Heidi Kröger, dass die zuständigen Ämter „ihre Möglichkeiten besser nutzen, um den Menschen wirklich zu helfen“. Als ehemalige Qualitätsmanagerin hat sie dazu eine Idee: „Wenn Einige dabei lernen würden, höflicher und respektvoller gegenüber den Geflüchteten zu sein, würden sie viel schneller ihre Ziele erreichen und Erfolg erleben in ihrem Job, der besonders in Coronazeiten sehr anstrengend ist“.

Mehr Informationen: 

www.mittelhof.org/angebote/begegnungscafe/

 

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