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„Wir kämpfen darum, einen inklusiven Ort für Lesben zu bekommen, in dem bezahlbares Wohnen und auch Pflege im Alter möglich sind.“

Ilona Böttcher

Ehrenamtliches Vorstandsmitglied bei „RuT – Rad und Tat:

Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V.“

Vor sieben Jahren hat Ilona Böttcher von den Bemühungen des RuT e.V. gehört, ein Wohnprojekt für lesbische Frauen zu gründen. Seit dieser Zeit ist sie aktiv dabei. „Wir kämpfen darum, einen inklusiven Ort für Lesben zu bekommen, in dem bezahlbares Wohnen und auch Pflege im Alter möglich sind“, sagt sie. Der Verein bemühte sich lange um eine Teilfläche auf der Schöneberger Linse, einem Grundstück am Südkreuz. Die Fläche wurde aber der Schwulenberatung Berlin zugesprochen.

„Wir haben viel investiert und trotzdem verloren. Das Tolle dabei war die große Solidarität, die uns von allen Seiten entgegengekommen ist“, erzählt sie. Schon während des Auswahlverfahrens, aber auch, als sie dieses verloren hatten, sprachen viele den Frauen Mut zu. „Ich war überwältigt von der Welle der Solidarität von Männern und Frauen, LSBTI und auch aus der Politik. Man könnte fast sagen, unser großer Misserfolg ist zu einem riesigen Erfolg in puncto Sichtbarkeit geworden“, sagt Ilona Böttcher.

Am Ende erreichen die Frauen ihr Ziel doch: Zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte entsteht nun am Alexanderplatz das Wohn- und Kulturzentrum. „Dieses Haus ist für mich ein Leuchtturm für Berlin, für lesbisches Leben in dieser Stadt“, sagt Ilona Böttcher. Durch den Kampf um das Projekt sei die Aufmerksamkeit der Politik auf den RuT e.V. gelenkt worden. „Schon dadurch hat sich ganz viel verändert: Projekte sind dazugekommen (wie 'Lesbisch*. Sichtbar. Berlin.') und jetzt wird am Alexanderplatz ein Haus gebaut. Lesben sind dadurch in Berlin sichtbarer geworden“, freut sich Ilona Böttcher.

Ilona Böttcher kennt die Arbeit des Vereins schon viel länger als sie selbst im Vorstand aktiv ist. In den 30 Jahren Bestehens hat sie den Verein immer wieder kontaktiert, hat am Lesben-Frühstück teilgenommen, ist mit anderen Frauen Rad oder Kanu gefahren. „Der RuT e.V. ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Frauen/Lesben, an dem ich immer wieder andocken konnte und wo ich immer andere Frauen getroffen und Unterstützung gefunden habe“, sagt sie.

Mehr Informationen: www.rut-berlin.de

 

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