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„Unsere Aufgabe ist es, Familien zu entlasten, schwerkranke Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen Dinge zu ermöglichen.“

Philipp Ramm

Gesundheits- und Krankenpfleger im Sonnenhof –

Hospiz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

der Björn Schulz Stiftung

Eigentlich wollte Philipp Ramm Hebamme werden. Daraus wurde nichts – doch die Arbeit, die er seit elf Jahren macht, ist seinem ursprünglichen Berufsziel näher als es scheint. Als Pfleger im Kinderhospiz Sonnenhof begleitet er Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und durchlebt mit ihnen intensive Momente. „Ich wollte immer mit Kindern arbeiten und etwas Besonderes machen“, erzählt er. Oder mit den Worten der Begründerin der modernen Hospizbewegung Cicely Saunders: Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben. Das bringt auf den Punkt, was Philipps Arbeit ausmacht. „Kinder sind wissbegierig und wollen was erleben. Unsere Aufgabe ist es, Familien zu entlasten und auf ihrem Lebensweg zu begleiten, Dinge zu ermöglichen, Freiräume zu schaffen“.

 

Manchmal heißt das, mit dem kranken Kind einen Ausflug zu machen, damit die Eltern Zeit für sich oder die Geschwisterkinder haben. Manchmal gibt es nächtliche Koch-Sessions, wenn sich das ein Kind wünscht und es ihm zu dieser Zeit besser geht. Einmal zwängte Philipp Ramm sechs Matratzen in das Zimmer eines sterbenden Kindes, damit dieses seine letzten Momente in der Nähe der weit angereisten Verwandten verbringen konnte. „Geht nicht‘ gibt‘s bei uns nicht“, sagt er. „Die Dankbarkeit, die einem am Ende eines solchen Weges entgegenschlägt – das sind schon beeindruckende Erlebnisse.“ Als Pfleger im Krankenhaus wäre all das undenkbar: Zeit herumzualbern, laut Musik zu machen, sich auf die Kinder und Jugendlichen einzulassen. Im Kinderhospiz Sonnenhof nimmt man sich die Zeit zu leben. Aber eben auch zu sterben. „Wir sind eine Einrichtung, die den Tod als Teil des Lebens betrachtet“, sagt Philipp. Er hört zu, wenn die Kinder über den bevorstehenden Tod reden wollen, bereitet die Eltern vor, auf das, was kommt.


Das Sterben nicht zu Tabuisieren und offen darüber zu sprechen: Das zu vermitteln ist Philipp Ramm ein Anliegen – nicht nur gegenüber seinen Gästen. Auch die Gesellschaft würde davon profitieren, findet er. Blutrünstige Krimis gibt es zuhauf, aber ernsthaft über den Tod reden will niemand. Dabei gehört er zum Leben wie die Geburt.

Mehr Informationen: 

www.bjoern-schulz-stiftung.de/angebote-fuer-familien/kinderhospiz-sonnenhof/

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