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„Ich helfe einer Person und trage dazu bei, dass sie strahlen kann. So sorge ich für einen guten Zusammenhalt in der Stadt.“

Pawel Wrobel

Ehrenamtlicher Emotionaler Begleiter

bei der Berliner Aids-Hilfe e.V.

Drei Jahre ist es her, als Pawel Wrobel sein Leben leer fand und nach mehr Sinn suchte. Ihm gefiel die Idee eines Freundes, emotionaler Begleiter bei der Berliner Aids-Hilfe zu werden. Von dem Verein wurde ihm ein erster Buddy vorgestellt, ein Aids-Kranker, den er bis zu seinem Tod begleitete. Der Mann konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen. Sein neuer Freund fand bald heraus, dass er Opern liebte. Gemeinsam hörten sie bei ihren zwei bis drei Treffen pro Woche Akt für Akt Verdi-Opern und hielten einander an der Hand. „Das ist für mich eine erfüllende Aufgabe, einen Teil meiner freien Zeit bei der Berliner Aids-Hilfe für einen guten Zweck zu geben“, erklärt der 49-Jährige.

 

Damit er das auch langfristig mit Freude tun kann, nutzt er die Supervision, die er bei der Berliner Aids-Hilfe regelmäßig erhält. Er lernte: Man kann anderen nur helfen, wenn man für sich selbst gut sorgt. So schafft es der lebensfrohe Mann inzwischen auch, auf den vereinbarten Termin zu verweisen, wenn einer seiner Buddys mehrmals in der Woche in größter Not anruft. Gegenwärtig begleitet er eine HIV-positive Frau mit ihrem ebenfalls HIV-positiven Sohn. Sie flohen aus einem afrikanischen Land und die Mutter braucht Orientierung, sowohl in der deutschen Gesellschaft als auch in Erziehungsfragen. Dabei ermutigt er die Mutter gegenüber ihrem Sohn: „Lass dich nicht unterbuttern. Dann kochst du eben mal nicht.“ und freut sich, wenn er ihr mit seinen Gesprächen – während Corona nur per Telefon oder WhatsApp - hilft, mehr Lebensfreude zu finden und zugleich Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

 

Das Lebensmotto von Pawel Wrobel lautet: „Ich helfe einer Person und trage dazu bei, dass sie strahlen kann.“ So sorgt er für mehr Zusammenhalt in der großen, vielfältigen und oft auch anonymen Stadt. Berlin wäre besser, wenn mehr Menschen sich in ähnlicher Weise für ihre Nächsten einsetzen würden, ist Pawel Wrobel überzeugt.

Mehr Informationen: www.berlin-aidshilfe.de

 

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